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Case Study24. Oktober 20265 Min. Lesezeit

Wie wir mit „Alois“ die digitale Gästebetreuung am Hochkönig neu definiert haben

Launch von Alois am Hochkönig: Das Projektteam mit der Alois-Sammelfigur
Startschuss im Hotel Eder in Maria Alm: Das Projektteam mit der Alois-Sammelfigur.

Klassische Chatbots im Tourismus scheitern meist an zwei Hürden: Sie liefern starre Textbausteine ab und greifen im Ernstfall auf ungeprüftes Halbwissen zurück. Als uns das Team der Tourismusregion Hochkönig mit der Frage konfrontierte, wie ein digitaler Gastgeber im Jahr 2026 aussehen muss, war unser Ziel klar: Kein simples FAQ-Widget, sondern ein vollwertiger, sprechender KI-Begleiter, der echten Urlaubswert stiftet – vor, während und nach der Reise.

Am 20. Oktober 2026 fiel im Hotel Eder in Maria Alm der offizielle Startschuss für „Alois“. Entwickelt von Butterse!te Media, markiert das Projekt einen Paradigmenwechsel für Destinationsmarketing und Gästeberatung.

Was macht Alois zum echten KI-Pionier?

Alois ist mehr als ein Assistent; er ist ein digitaler Einheimischer mit Charakter, der die Region in- und auswendig kennt und über 100 Sprachen fließend beherrscht.

  • Sprachbasierte, natürliche Interaktion: Gäste können ganz unkompliziert mit Alois sprechen oder tippen. Er stellt bei Bedarf Rückfragen, erfasst Nuancen und adaptiert Empfehlungen dynamisch an den Kontext.
  • Grounded AI statt Halluzinationen: Im Tourismus müssen Daten exakt stimmen. Bergbahnzeiten, Wetterumschwünge oder temporäre Wegsperren verzeihen keine Ungenauigkeiten. Deshalb operiert Alois nicht frei im Web, sondern greift über Schnittstellen auf eine klar kuratierte Wissensarchitektur und tagesaktuelle Primärdaten der Region zu.
  • Echtzeit-Steuerung über DMO-Dashboard: Das Team von Hochkönig Tourismus kann sicherheitsrelevante Hinweise, Unwetterwarnungen oder spontane Programmänderungen in Echtzeit einspielen, sodass Alois Gäste sofort verlässlich warnt und Alternativen anbietet.
  • Der intelligente Dayplanner: Alois versteht komplexe Wünsche. Sucht eine Familie mit zwei Kindern nach einer Aktivität für den Vormittag, einem kinderfreundlichen Hütten-Tipp für mittags und einer entspannten Nachmittagsroute, kalkuliert Alois Geodaten, Alter der Kinder, Mobilität, Wetter und Öffnungszeiten zu einem harmonischen Tagesplan. Ändern sich die Vorlieben unterwegs, plant das System im Dialog sofort um.
  • Direkte Buchungsanbindung: Alois berät bei Unterkünften bis zum Checkout. Auf Basis von Reisezeitraum, Budget und Wünschen filtert er freie Kapazitäten und leitet Gäste direkt in das offizielle Buchungssystem der Region.

Phygital Experience: Ein Markenbotschafter zum Anfassen

Großartige Software gewinnt, wenn sie die Brücke in die analoge Welt schlägt. Gemeinsam mit der Region haben wir Alois eine physische Gestalt gegeben: eine acht Zentimeter große Sammelfigur im traditionellen Hochkönig-Gewand aus Hut und Lederhose.

Im Sockel der Figur ist ein NFC-Chip integriert. Hält der Gast das Smartphone an die Figur, öffnet sich im mobilen Browser sekundenschnell die Alois-Web-App – ohne Registrierung, ohne App-Download. Für die Kleinsten schlüpft Alois am Abend in die Rolle des Geschichtenerzählers und liest regionale Sagen und Mythen vor.

Die Zukunft: Vernetzte KI-Ökosysteme für Hotels und Destinationen

Ein zentraler Bestandteil unseres Architekturkonzepts ist die modulare Skalierbarkeit. Tourismus endet nicht an der Rezeption oder an der Gemeindegrenze. Mit den Eder Hotels in Maria Alm geht zeitgleich der erste spezialisierte Hotel-Begleiter an den Start: „TaNte FriDa“.

Das Besondere daran ist die systemische Verschachtelung:

  • Hotel-Ebene: TaNte FriDa beantwortet individuelle Fragen zu Spa-Zeiten, Restaurantbuchungen und hoteleigenen Programmen.
  • Destinations-Ebene: Erkundigt sich der Hotelgast nach Wanderrouten, Schneelage oder Veranstaltungen im Umland, übergibt das System die Anfrage nahtlos an die Datenbasis von Alois.

So entsteht ein vernetztes Destinations-Ökosystem, in dem Gastgeber, Hotelketten und die DMO eine gemeinsame technologische Sprache sprechen, ohne ihre individuelle Markenidentität aufzugeben.

Blaupause für den Alpenraum und darüber hinaus

Was wir für den Hochkönig entwickelt haben, bildet das Fundament für die nächste Generation touristischer Assistenzsysteme. Die modulare Architektur aus Wissensgraphen, Sprachschnittstellen, Echtzeit-Dashboards und DMO-Integrationen lässt sich flexibel auf andere Regionen übertragen. Projekte für Destinationen wie den Südharz und Bad Orb befinden sich bereits in der Umsetzung.

Wir gratulieren dem gesamten Team von Hochkönig Tourismus zu diesem Innovationssprung. Ein besonderer Dank gilt der langjährigen Geschäftsführerin Christine Scharfetter, die das Projekt vor ihrem Stabswechsel mit Weitsicht vorangetrieben hat. Der neuen Geschäftsführerin Melanie Scheiber wünschen wir einen erfolgreichen Start – wir freuen uns darauf, die digitale Gästekommunikation der Region gemeinsam weiter auszubauen.

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